Apple und NAS
Seit letzten September bin ich Besitzer eines Macbook Pro. Vorher habe ich einen 24″ iMac besessen, welcher aus verschiedenen Gründen weichen musste. Der wichtigste war der fehlende Platz, den iMac in meinem neuen zuhause mit kleinem Büro aufzustellen. So konnte ich meinen iMac noch vor dem Release der neuen Modelle zu einem guten Preis verkaufen und habe mir danach ein leistungsstarkes 15″ Macbook Pro zugelegt.
Beim Macbook gibts aber ein paar kleine Einschränkungen, welche man hinnehmen muss. Einer davon ist, dass Speicherplatz teuer ist. Ich lege Wert auch hohe Performance und deshalb schien die Anschaffung einer SSD HD sehr verlockend. Die Preise sind aber noch immer sehr hoch und die Kapazitäten sehr niedrig. Für eine gute SSD Disk mit rund 250GB Speicher sind noch immer Preise um die 1000.- die Norm.
Demzufolge musste zuerst eine Lösung für die Auslagerung der Arbeitsdaten her. Am besten ein NAS (Network attached Sotrage). Das ist eine Speichermaschine, welche im Netzwerk angehängt und zur Speicherung von Daten dient. Lange habe ich im Internet nach Tests, Produktevergleichen und Erfahrungen gesucht und habe mich schlussendlich für die Marke Qnap entschieden. Genauer für ein Qnap TS-219P. Für den günstigen Preis von 600.- (bester Preis über Toppreise) konnte ich mir ein Qnap TS-219P mit zwei 1TB Harddisks zulegen und in mein kleines Heimnetz einbinden.
Ein grosses Kriterium für mich war die Funktionalität der Timemachine. Das NAS musste dieses Feature unbedingt bieten. Eine Timecapsule kam für mich nicht in Frage, da keine Datenspiegelung möglich war. Bei einem Hardwaredefekt wären alle Daten weg.
Qnap hat mit dem letzten Firmwareupdate für ihre NAS Modelle native Timemachine-Ünterstützung eingebunden. Andere schöne Features wie iSCSI, UPNP (->> DLNA), ein iTunes Server sowie ausgezeichnete HW Referenzen und sehr leiser Betrieb (unteranderem HD Abhängig) haben dann den endgültigen Entscheid unanfechtbar gemacht. Das einzige was mir jetzt noch fehlt ist die Implementierung eines CalDAV Servers, aber das ist eine andere Geschichte.
Das Qnap NAS würde ich jederzeit wieder kaufen und kann ich wärmstens empfehlen. Es bietet super Features, Platz und Sicherheit. Diverse Optionen können zum Zugriff von aussen natürlich konfiguriert werden sowie über sichere Protokolle verschlüsselt werden.
Mit dem nächsten Firmware wird dann endlich auch die Möglichkeit umgesetzt, Multimedia Daten auf dem NAS über eine iPhone APP abzurufen, welche bereits jetzt im Appstore heruntergeladen werden kann für Anwender, welche gerne Beta Firmwares auf ihren NAS installieren.
iPhone APP: Sleep Cycle
Eine sehr interessante iPhone App hat mein Interesse geweckt: Sleep Cycle. Die App spricht alle an, welche am Morgen nur mühsam aus dem warmen Bett auf die Beine kommen und einen gestörten Schlafrythmus haben.
Wie funktioniert das?
Sleep Cycle registriert durch den im iPhone eingebauten Bewegungssensor, wie sich Benutzer im Schlaf verhält. Daraus schliesst das Programm, in welcher Schlafphase man sich gerade befindet und zeichnet alle Daten auf. Um ein möglichst leichtes Erwachen zu garantieren, versucht Sleep Cycle den Benutzer in einer möglichst leichten Schlafphase zu wecken und so das aufwachen angenehm zu gestalten.
Der in der App integrierte Wecker wird auf die gewünschte Weckzeit ingestellt. Sleep Cycle hat einer Weck-Toleranz von 30 Minuten und weckt den Schlafenden aber spätestens zum angegeben Zeitpunkt. Stelle ich meinen Wecker also auf 7 Uhr, kann ich frühstens im 06:30 Uhr geweckt werden, spätestens aber um 7 Uhr.
Die Anwendung
Wer sich davor scheut, sein Handy die ganze Nacht im Bett zu platzieren, wird an der App keine Freude haben. Das iPhone muss nämlich die ganze Nacht im Bett liegen, um Bewegungen zu registrieren. Sleep Cycle unterdrückt zudem den Schlafmodus des iPhone, folglich sollte das iPhone die ganze Nacht am Ladegerät hängen.
Am besten also auf dem iPhone den Flugmodus einschalten, um nicht durch Wireless und GSM/UMTS gestört zu werden. Das iPhone irgendwo im Bett platzieren, wo man es durch unkontrollierte Bewegungen im Schlaf nicht zerdrückt oder aus dem Bett rausschmeisst und trotzdem Bewegungen registriert werden können (siehe Bild).
Ebenso kann man nach der Platzierung des iPhone einen Reaktionstest durchühren:
Praxis
In der Praxis funktioniert die App wirklich toll. Nach ca. 4 bis 5 Nächten ist man daran gewöhnt und die App hat auch genügend Daten zum Schlafzyklus gesammelt, um einen möglichst erholsamen Schlaf und ein angenehmes Erwachen danach zu garantieren. Die Grafiken zum den Schlafphasen kann man sich natürlich auch anschauen. Sehr interessant zu sehen, sein Verhalten in der Nacht aufgezeichnet zu sehen. Da wird sehr genau ersichtlich, wie man sich bewegt hat und wann die tiefste Schlafphase erreicht wurde.
Das iPhone sollte übrigens mit dem Display nach unten auf dem Bett platziert werden und möglichst so, dass eine allfällige Erwärmung des Geräts keine Auswirkungen haben kann. Das Gerät also nicht zudecken. Was auch sehr gut funktioniert, ist das befestigen des iPhone am Bettgestell oder wenn Platz vorhanden, zwischen Bettgestell und Matratze. Nur möglichst so, dass das iPhone nicht zerdrückt wird.
Fazit
Die App ist wirklich toll und funktioniert gut, wie man auch den vielen positiven Bewertungen entnehmen kann. Wer also keine Angst davor hat, sein iPhone im Bett zu platzieren und sich schon lange einen Schlafphasenwecker gewünscht hat, der kann sich für 1.10 sFr. eine tolle App kaufen. Schlafphasenwecker sind sonst meist sehr teuer und die App ist eine wirklich gute Alternative. In der App selbst sind alle Funktionen genau Beschrieben (in Englisch) und Empfehlungen zu Platzierung und Verwendung enthalten. Top!
Die Absichten werden deutlich
Langsam aber sicher kommt Klarheit in längerfristige Apple Strategie. Vorallem bezüglich des gerade angekündigten iPad sind einige fehlende Features nicht gerade auf den ersten Blick verständlich. Werden aber offizielle Aussagen und Stellungnahmen von Steve Jobs verfolgt, kann man sich darauf selbst einen Reim bilden.
Wired hat einen Artikel veröffentlicht, welcher Steve Jobs bei einem Anlass für Apple Mitarbeiter mit klaren Aussagen und Statements zitiert. Zwei davon gehören sicherlich zu den Hauptthemen der letzten paar Wochen. Google und Adobe.
Öfter hat man gehört oder gelesen, dass Apple seine eingebaute Suche von Google den Rücken zukehren will. Die Aussagen von Jobs diesbezüglich lautet:
“We did not enter the search business, Jobs said. They entered the phone business. Make no mistake they want to kill the iPhone. We won’t let them, he says.”
Das ist natürlich verständlich und eigentlich nur logisch. Lässt nur darauf hoffen, dass Apple die zukünftige Google Absenz auf ihren Geräten mit gleichwertigen Features kompensieren kann. Schlussendlich interessiert sich der Endbenutzer nicht dafür, was zwischen den Firmen abläuft, sondern nur, dass er die gewünschten Dienste zur Verfügung hat. Google war bislang sicher keine schlechte Wahl.
Bezüglich der fehlenden Flash Implementation ist die Aussage von Jobs auch deutlich:
“Apple does not support Flash because it is so buggy, he says. Whenever a Mac crashes more often than not it’s because of Flash. No one will be using Flash, he says. The world is moving to HTML5.”
Auch hier muss man zugeben, dass Flash natürlich keinerlei Standard für professionelle Webentwicklung sein kann. Dies aus verschiedenen Gründen. Ein paar davon haben mit Plattformübergreifender Kompatibilität, Rechenleistung und SEO zu tun. Was Jobs anspricht bezüglich Abstürzen und Verwendung von Flash hat was.
Auf klarere Strategiezüge bezüglich der Apple Strategien darf man spätestens mit dem Release des iPhone OS 3.2 und dem iPad hoffen. Da wird sich einiges verändern und viele neue Features werden in der brodelnden Gerüchteküche erwartet und heiss diskutiert.
iPhone Tipp: Sim Kontakte importieren
In letzter Zeit werde ich von frischen iPhone Besitzern öfter gefragt, ob sich Kontakte von einer SIM Karte denn nicht ins iPhone importieren lassen. Anscheinend scheint das für iPhone Neulinge ein grosses Thema zu sein. Ich hätte nie gedacht, dass dies die Hauptsorge eines Umsteigers sein würde oder gar das Kriterium für oder gegen den iPhone Kauf. Deshalb kommt hier mein Tipp:
1. “Einstellungen” öffnen
2. “Mail, Kontakte, Kalender” öffnen
3. runterscrollen bis der Button “SIM Kontakte importieren” erscheint (siehe Bild unten)
Et voilà, alle Einträge sind im iPhone unter Kontakte gespeichert. Bei der Verwaltung der Kontakte ist zu erwähnen, dass diese meist nur dürftig nach einem Standard gespeichert werden und die Einträge in den iPhone Kontakten komisch aussieht und verschiedene Felder (Name, Vorname usw.) falsch zugeordnet sind. Deshalb ist es zu empfehlen, das iPhone nach dem Importieren der SIM Kontakte mit dem Mac/PC zu synchronisieren und die Kontakte am Mac/PC nach Bedarf anzupassen. Bei einem weiteren Sync werden die Kontakte auf dem iPhone dann wie gewünscht angezeigt.

Apple will Kontakte auf dem iPhone Homescreen
Apple hat ein Patent eingereicht, welches das direkte Hinzufügen von Kontakten auf den Homescreen des iPhone erlaubt (siehe Bild unten). Das ermöglicht den direkten Zugriff auf den Kontakt sowie das Ausführen der damit verbundenen Funktionalitäten.
Wird das Patent genauer betrachtet, wird eine zusätzliche Funktion beschrieben, welche einen Kontakt temporär auf den Homescreen hinzufügen kann, wenn sich dieser unmittelbarer Nähe befindet. Dies könnte unter anderem eine Erklärung sein, weshalb Apple Google’s Latitude App nicht ins App Repository aufgenommen hat.
In kürze wird ein Update für das iPhone erwartet. Ob solche Funktionalitäten bereits im Update vorhanden sind oder erst mit dem – voraussichtlich im Juni/Juli erscheinenden – neuen iPhone erscheinen werden ist unklar.
Quelle: MacRumors